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Die Feiertagsfalle – 7 kleine Tipps für Weihnachtspost oder -postings

Froh zu sein bedarf es wenig … und da mal wieder vollkommen überraschend Weihnachten und Jahreswechsel näher rücken, werden auch dieses Jahr traditionell überstürzt in vielen Unternehmen Berge von Jahresendpost auf die Reise geschickt – gerne auch per Mail.

 

Letzteres reduziert sicherlich die genannten Postberge, aber nicht die ebenso traditionellen Rechtschreibfehler.

 

Hier habe ich ein paar Tipps, damit Sie die alljährliche Feiertagsfalle umgehen können.

 

 

 

 

  1. Wir wünschen fröhliche Weihnachten. Tauchen Adjektive wie „fröhlich“, „froh“ und „besinnlich“ als ganz normale Satzbestandteile auf, werden sie immer kleingeschrieben. „Frohes Fest!“ ist also korrekt – „Wir wünschen ein Frohes Fest“ leider falsch.

  2. „Fröhliche Weihnachten!“ Nur wenn das Adjektiv „fröhlich“ oder „froh“ zu Beginn eines Satzes oder einer freistehenden Zeile steht, wird großgeschrieben.
    Etwa bei Aufschriften auf Grußkarten: Hier heißt es zwingend „Frohes Fest“ oder „Fröhliche Weihnachten“.

  3. Getrennt oder zusammen Heiligabend feiern. Zwei Möglichkeiten gibt es für den 24.12.: „Heiligabend“ oder der „Heilige Abend“. Aber bitte nicht „Heilig Abend“ oder kleingeschrieben „heiliger Abend“.

  4. „Einen Kater zu Silvester!“ Wer seine Heiligen kennt, weiß es: Der 31.12. ist dem Gedenken des heiligen Silvester gewidmet – und nicht nach dem Trickfilmkater oder dem Rambo-Darsteller benannt.

  5. Erfolg im neuen Jahr wünschen. Eigentlich als Adjektiv grundsätzlich klein zu schreiben. Seit 2017 sind zusätzlich großgeschriebene Varianten wie „im Neuen Jahr“ oder „ein gesundes Neues Jahr“ möglich.

  6. Das Kreuz mit dem Komma. Formulierungen wie „ein gesundes neues Jahr“ brauchen kein Komma, da „gesund“ das folgende Adjektiv „neu“ präzisiert. Wünschen Sie aber „ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr“ wird die gleichartige Aufzählung mit einem Komma getrennt.

  7. Ins neue Jahr rutschen. Sehr beliebt für Fehler ist die Präposition „in“ – gerne mit Apostroph versehen. Das ist beim Zusammenziehen von Präposition und Artikel aber leider falsch: „In das“ wird zu „ins“ – und der Gruß niemals zum „Guten Rutsch in’s neue Jahr“.

In diesem Sinne: Verbringen Sie fröhliche oder besinnliche Feiertage, genießen Sie die Silvesterparty und kommen Sie gut ins neue Jahr.